von Hanneke Paauwe

Übersetzung aus dem Niederländischen von Monika The

für Menschen ab 12 Jahren

Arno ist tot. Seine Schwester Nora und seine Eltern sind noch da. Sie leben, aber nichts ist mehr wie früher. Wie wäre aus Arno geworden? Was hätte er aus seinem Leben gemacht? in eindrücklichen Monologen erzählen die Familienmitglieder aus dem Leben mit Arno, vom Glück miteinander, das sich manchmal erst mit dem Verlust offenbart. Aber auch von Arnos Krankheit, der Epilepsie berichten sie, auch davon, wie sich nun alles für die Übriggebliebenen geändert hat, wie sie versuchen, weiterzuleben und irgendwie auch wieder glücklich sein zu dürfen. Auch Arno selbst kommt zu Wort. Die Vergangenheit mit ihm steht neben der Gegenwart ohne ihn, unbeschwerte Momente neben der lähmenden Trauer. So entsteht ein vielschichtiges Netz aus Erinnerungen, Empfindungen voller Verlust und doch auch Hoffnung. Es beginnt ein Prozess der Versöhnung mit dem Tod. Ein zutiefst menschliches, berührendes Theatererlebnis.

 

Anlässlich des 150jährigen Jubiläums des Waldbachfriedhofs Offenburg wird dieses Stück als Theaterspaziergang inszeniert und auch andernorts auf Friedhöfen aufgeführt. Stück und Inszenierung vermitteln über die Beschäftigung mit dem Tod hinaus auch Lebensmut. Die Aufführung bietet einen vielschichtigen Ausgangspunkt für Auseinandersetzungen mit Formen und Phasen der Trauer und dem Umgang mit dem Verlust eines nahestehenden Menschen.

 

Regie und Spiel: Ensembleprojekt